Montag, 14. Dezember 2009

Eisweinlauf, 65 km für die gute Sache


Dezember ist Eisweinlaufzeit - und glücklicherweise hatte ich mich vor zwei Wochen entschieden, dieses Jahr wieder dabei zu sein. Erst hatte ich ja überlegt, beim Siebengebirgsmarathon zu starten, aber von den Bretzelwetzern hatte keiner Zeit und alleine war mir das doch zu trist. Ausserdem wollte ich ja das Fussballspiel am Sonntag nicht verpassen (eine weise Entscheidung, wie sich herausgestellt hat :-)).
Beim Eisweinlauf wusste ich ja zumindest sicher, dass Tom dabei sein würde und auf der Starterliste standen noch der ein oder andere Bekannte von Rheinsteiglauf, früheren Eisweinläufen und Swiss Jura Marathon.
Gegen 18:30 war ich wie besprochen in Baden Baden, wo Tom mich pünktlich am Parkhaus abgeholt und nach Bühl ins Dokan gebracht hat. Dort übernachten die Läufer, die schon abends anreisen. Ein paar Läufer waren schon da, unter anderem die unter dem Teamnamen "Geschwister Fürchterlich" startenden Schwestern Andrea und Steffi aus Remscheid/Wesel.
Bei ein paar Bier und Maultaschen (für mich natürlich nicht) haben wir ein bißchen über vergangene Läufe, insbesondere Trans Alpin, Swiss Jura und UTMB geplaudert. Andrea hat dieses Jahr den UTMB gefinisht und hatte ihre UTMB Finisherweste an. Diese Weste hat es mir wirklich angetan (auch haben wollen!). Steffi musste dieses Jahr leider aufgeben und wird nächstes Jahr wieder dabeisein. Mal sehen wer noch. Später hat sich noch der Organisator des Eisweinlaufes und 3-facher MdS-Finisher, R(ud)olf Mahlburg zu uns gesellt, so dass wir etwas über den MdS erzählen konnten. Und wieder bin ich um 3 wertvolle Tipps reicher.
  1. Loch in die Travellunchpackung pieksen, Luft raus drücken und wieder zukleben, spart Volumen
  2. Aluränder der Travellunchpackungen abschneiden, spart Gewicht
  3. Esbit brauchst du nicht, nur jemanden, der Holz sammelt (mal sehen, wer das ist (Tom?))
Nach ein bißchen mehr Fachsimpelei über Rucksäcke, Gamaschen und Schlafsäcke bin ich dann in eben jenen gekrochen. Der erste Eindruck des neuen Yeti-Teils ist sehr gut, gefroren habe ich nicht, aber eine Judohalle ist ja auch nicht Wüste bei Nacht. Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück pünktlich um 6:30 mit dem Bus los nach Offenburg, dem Startort des Eisweinlaufes. Um 8 Uhr gab es noch die Verabschiedung durch den Stellvertreter der Bürgermeisterin (war ja auch wirklich früh), welche allerdings sehr gelungen war. Statt der üblichen Floskeln wurde ein erstaunlich amüsantes Gedicht präsentiert. Dann konnten wir endlich loslaufen. Das Wetter war in Ordnung, nicht perfekt, aber zumindest trocken.
Der Eisweinlauf ist in 6 Teilstücke à ca. 11 km aufgeteilt. Es gibt 5 Verpflegungsstände, welche von fleissigen Helfern immer wieder auf- und abgebaut werden. Wer sich schon öfters über die eintönige Verpflegung bei anderen Läufen geärgert hat, der sollte hier unbedingt mal mitlaufen. Es gibt alles, was das Herz begehrt. Malzbier, Tee, Bouillon, Tannenzäpfle, später Glühwein, Christstollen, Gummibärchen, Würstchen, Salzstangen, Erdnüsse, Käse, Kekse, und und und...
Läufer, die sich die ganze Strecke nicht zutrauen, können an den verschiedenen Verpflegungspunkten einsteigen.
Der Lauf war wieder sehr kurzweilig, wir haben uns viel über dies und das unterhalten und eine Menge Spass gehabt. Dabei waren meine angeblich zu blassen Waden ständige Zielscheibe der Geschwister Fürchterlich. Ich sehe hierbei für mich 3 Optionen:
  1. Lange Hosen tragen
  2. In Marokko keine Sonnencreme verwenden
  3. Vor dem nächsten Eisweinlauf eine Runde Solarium
Unterwegs habe ich auch noch Joachim Siller vom Rheinsteiglauf und Nicola Wahl von Swiss Jura Marathon getroffen. Ausserdem haben wir mit Tilman Markert aus Gaggenau einen weiteren des Sables Mitstreiter kennengelernt. Er isterst vor ein paar Wochen nachgerückt und wird im April dabei sein.
Nach 10h, 65 km und 1800 hm sind wir dann pünktlich auf dem Weihnachtsmarkt angekommen. Dort wartete bereits der Bürgermeister und Schirmherr des Laufes. Für die Läufer gab es Glühwein und Stutenkerle. Nach einer kurzen Ansprache des Bürgermeisters wurden die Schecks an die bedachten Organisationen übergeben. Insgesamt sind bei diesem Lauf €3500 zusammen gekommen. Der Eisweinlauf wird von der Initiative www.laufendhelfen.de und ihren Initiatoren Brigitte und R(ud)olf Mahlburg perfekt und liebevoll organisiert. Laufendhelfen setzt sich in erster Linie für die Erforschung der Duchenne Muskeldystrophie (DMD) ein und unterstützt dabei mit dem Erlös der verschiedenen Läufe die Aktion Benni & Co. Für die Läufer auf jeden Fall ein schönes Gefühl, mit ihrem Hobby noch etwas gutes für Menschen getan zu haben, die etwas weniger Glück haben im Leben. Für weitere Informationen schaut doch mal bei www.laufendhelfen.de rein, es lohnt sich.
Nach einer leckeren Currywurst mit Pommes auf dem Weihnachtsmarkt bin ich dann direkt nach Hause gefahren und habe diesmal nicht mehr in Bühl übernachtet. Zum einen Schade, da ich einen bestimmt lustigen Abend verpasst habe, zum anderen aber hätte ich sonst vielleicht nicht die grosse Jens Lehmann Show am Sonntag gesehen und das wäre ja auch traurig gewesen:-)).
Ich freue mich auf jeden Fall, wieder dabei gewesen zu sein und werde bestimmt 2010 wiederkommen. Dann aber vielleicht mit braunen Waden und Weste.

1 Kommentar:

Trainingsaustausch hat gesagt…

Endlich ein Bericht ;-)))
LG
Brigitte :-O